Bandonéon


Bandonéon

 

Dem Bandoneón kann man klangvolle, sanfte aber auch scharfe, brillante Töne hervorlocken. Besonderheiten, wie das Klappern der Knöpfe sowie Luftgeräusche beim Spielen, bestimmen die unverwechselbare Klangfarbe gegenüber anderen Harmonikainstrumenten. Seine große Popularität verdankt es dem Argentinischen Tango, obwohl es von einem deutschen Musiklehrer, dem Krefelder Heinrich Band gegen 1850 erfunden wurde. Um 1900 entstanden in Deutschland innerhalb der Arbeiterbewegung viele Bandoneonvereine (1939 gab es ca. 686 Vereine), die sich dem Zusammenspiel zumeist einfacher Volksmusik verschrieben hatten. Nach Argentinien und Uruguay gelangte das Bandoneon vermutlich zunächst über die USA. Der deutsche Einwanderer Wilhelm Seyffardt ließ sich 1855 von seinem Bruder in Krefeld ein „Accordion“ nach Amerika schicken, dies war auf jeden Fall ein „Bandonion“. Seeleute und vor allem um 1900 die vielen europäischen Einwanderer gaben dem Instrument in den Hafenkneipen und Bordellen von Buenos Aires und Montevideo ein neues Zuhause.

Heute ist das Bandoneón ein prägender Bestandteil eines Orquesta Típica, des typischen Tangoorchesters. In vielen Tangos besungen, stiftet das Bandoneon mit dem Tango bis heute eine Identität und wird in Südamerika liebevoll auch als beste deutsche Erfindung gepriesen. Die Bandoneonisten in den dortigen Barrios haben die Bandoneon-Spieltechnik und Stilistik seit vielen Generationen vorzüglich gepflegt und weiterentwickelt. Es wird nach Noten gespielt und gelehrt.

Zusammenspiel

Unsere Akademie ermöglicht fortgeschrittenen Spielern das Zusammenspiel zum Beispiel mit Streichern oder Bläsern und im Tango-Ensemble. 

Anfangsalter

ab 12-13 Jahren. Das Bandoneón eignet sich auch für Unterrichtsanfänger in hohem Alter.

Leihinstrumente

Über den Kauf oder das Leihen eines Instrumentes können sich Interessenten bei dem jeweiligen Fachlehrer oder im Büro der Akademie informieren.